Während die Zisterziensermönche ihre Klöster meist in unbewohnten, oft sumpfigen Gegenden bauten, ließen sich die Nonnen in der Nähe einer bereits existierenden Kirche nieder, nahe einer Landstraße und wo sich leicht Arbeitskräfte finden ließen.

Das Kloster lag am uralten Weg von Söderköping in die zentralen Teile von Östergötland. Wenige Kilometer östlich davon befand sich der wichtige Wasserübergang Vadet (Deutsch: Furt), was die Erklärung dafür ist, warum der Weg gerade an Askeby vorbeiführte. Das Dorf entwickelte sich zu einem kleinen Zentrum, zu dem die Wege aus verschiedenen Richtungen führten, und hier lagen im 12. Jahrhundert einer der königlichen Höfe, meist Burghof genannt, und eine Kirche.
Askeby wurde allerdings zum „Kloster der Verlierer“, im kirchlichen und politischen Sinn. Während der Klosterzeit wurde es schwer beschädigt und nach der Reformation endgültig zerstört. Das Kloster wurde jetzt in hohem Maß anonymisiert, die Geschlechter, die es unterstützt hatten, hatten das politische Spiel verloren, das Kloster wurde abgerissen, die Ziegelsteine aus der umgebenden Ringmauer wurden woanders wiederverwendet. Der Klostergarten wurde in einen Wendeplatz für die Pferdetransporte zum Getreidemagazin umgewandelt, das in den 1770er Jahren in der mittelalterlichen Gemeindekirche eingerichtet worden war. Der Wendeplatz wurde nach und nach erweitert, was zum Abriss von Teilen der östlichen Klostermauer führte. Erwähnt werden soll allerdings, dass das Getreidemagazin von Askeby aus verschiedenen Gründen bekannt wurde und für das Kirchspiel von großem Nutzen war. Mehrere Jahrzehnte lang war Askeby ein Treffpunkt für Bauern aus vier Verwaltungsbezirken – das Kirchspiel erlebte dadurch so etwas wie eine neue Blütezeit.


