Das wiederaufgebaute Kloster

In Askeby wie auch in Vreta wurde im 12. Jahrhundert ein Kloster für Frauen etabliert. Askeby wurde allerdings zum „Kloster der Verlierer“, in kirchlicher wie in politischer Hinsicht. Es wurde bereits in der Klosterzeit beschädigt und nach der Reformation endgültig zerstört. Das Kloster wurde jetzt in hohem Maß anonymisiert. Die Familien, die es unterstützt hatten, hatten das politische Spiel verloren. Das Kloster wurde abgerissen, die Ziegel wurden wiederverwendet und der Klostergarten zu einem Wendeplatz für Pferdetransporte zu dem Teil der Kirche umgewandelt, der ab den 1770er Jahren als Getreidemagazin benutzt wurde. Der Wendeplatz wurde erweitert. Das führte dazu, dass Teile der östlichen Klostermauer abgerissen wurden. Das Getreidemagazin von Askeby war für das Kirchspiel von großem Nutzen als Treffpunkt für Bauern aus vier Verwaltungsbezirken – ähnlich einer neuen Blütezeit für das Kirchspiel.

Rekonstruktion av Askeby kloster på 1400-talet.
Församlingskyrkan
Vy från församlingskyrkan mot koret.
Klostergården med korsgången.
Nunnornas kor.
Kapitelsalen.
Arbetsrum.
Refektoriet.
En del av muren från södra klosterlängan. Foto 1940-tal, privat ägo.

Das Einzige, was vom Kloster noch übrig ist, ist die Kirche, heute Askeby Klosterkirche genannt, und ein paar Grundmauern im südlichen Teil. Der Glockenschuppen „rettete“ einen Teil davon, als gebaut wurde, um den Kirchturm zu ersetzen, der nach einem zerstörerischen Kirchenbrand 1609 abgerissen worden war. Die erste Aufgabe in der virtuellen Wiederaufbauarbeit war der Versuch, ein Bild des Klosters zu bieten. Eine archäologische Untersuchung war notwendig. Unter der Leitung von Archäologen des Zentralamts für Denkmalpflege wurde 2002 eine Ausgrabung und eine geophysische Durchsuchung des Gebiets durchgeführt, nachdem Länsstyrelsen, also die Provinzialregierung, die Mittel dafür bewilligt hatte. Das Ergebnis liegt der Markierung der Kreuzgänge und des Klosterbrunnens zugrunde.

Aber weitere Daten wurden benötigt! Man nahm mit Experten verschiedener Fachgebiete Kontakt auf, damit sie an der Buchausgabe der Projektgruppe mitwirkten, in der Daten gesammelt wurden. Askeby, klostret och bygden von 1999 wurde mit Askeby kloster – om klostertid och klosterliv 2008 ergänzt, und Nytt ljus över Askeby kloster erschien 2010.

Mit Unterstützung der Volkshochschule Sensus wurde 2006 ein Studienzirkel mit ca. 20 Teilnehmern aus der Region durchgeführt, die die Entwicklung des Klosters und der Landschaft im Mittelalter, mit Schwerpunkt 15. Jahrhundert, studierten.

Im Jahr 2006 arrangierte die Projektgruppe zusammen mit dem Institut für Religion und Kultur der Universität Linköping ein Seminar über Kloster Askeby. Experten vom Zentralamt für Denkmalpflege in Stockholm und Linköping nahmen zusammen mit dem Personal vom Museum Östergötland und Forschern der Universität daran teil. Mehrere von ihnen wirkten später durch Artikel und Berichte mit.

Die Finanzierungsfrage löste sich durch Beiträge von einer Anzahl Stiftungen, Vereinen und Instituten.

Im Jahr 2006 wurde mit Hilfe der Kommune eine Computeranimierung des Klosters Askeby im Jahr 1444 in Auftrag gegeben. Auch das Unternehmen Sciss AB sah die Arbeit zu dieser Zeit als eine Herausforderung, hier galt es, „das Potential in diesem Markt zu testen, in dem man grundsätzlich unterschiedliche Kulturen miteinander vereint“.

Das Ziel des Projekts war die ganze Zeit lang zu präsentieren, wie das Kloster und die Landschaft/Gesellschaft interagiert haben. Deshalb war es wichtig zu zeigen, wie die Umgebung ausgesehen hat. Överstad by (das Dorf Överstad) wurde als Beispiel für ein Dorf in der Nähe des alten Klostergebiets gewählt. 2010 entwickelte das Interactive Institute eine Visualisierung des Dorfs Överstad. Darin ist man beispielsweise von älterem Kartenmaterial ausgegangen, um ein Bild von Aussehen und Lage der Äcker zu schaffen und um die Ausrichtung der Wege anzuzeigen.