Die Deckengewölbe der Kirche waren am Tag des Petrus von Verona, dem 29. April 1444, fertig. Das ging aus einer jetzt verschwundenen Inskription auf Lateinisch vor, die übersetzt folgendermaßen lautet: „Zu Gottes und seiner ehrenreichen Mutter, der Jungfrau Maria und des Heiligen Bernhards Ehren wurde dieses Gewölbe im Jahr des Herrn 1444 am Tag des Märtyrers Petrus fertiggestellt, als die Nonne Frau Anna Leiterin, Herr Olof Verwalter und Matthias Johansson Baumeister waren“.




Im Frühjahr 1444 konnten die Gemeindemitglieder und die Klosterleute sich daran erfreuen, dass ihre Kirche mit einer neuen Decke aus gemauerten Gewölben, insgesamt sechs an der Zahl, ausgeschmückt worden war, von denen man meinte, dass sie dem Himmelsgewölbe selbst ähnelten. Die Gewölbe waren mit Malereien auf trockenem Mörtel in der Al-secco-Technik dekoriert worden. Sie waren nicht nur schön, sie waren auch viel brandsicherer als das alte Holzdach, das im Feuer von 1377 zerstört worden war.
Es ist also bekannt, wer die Gewölbe gemauert hat, aber unbekannt, wer oder welche Personen sie dekoriert haben. Alle Gewölbemalereien, außer denen im westlichsten Gewölbe, wurden später mit Kalk übermalt, aber sie sind wieder restauriert worden, was die Leuchtkraft der Farben gedämpft hat. Das Dekor besteht einzig aus geometrischen Mustern und stilisierten Pflanzenmotiven. Nirgendwo in den Gewölben finden sich erzählende figurative Szenen. In den drei Gewölben des Nonnenchors ist das Dekor jedoch sparsamer und einfacher als in den übrigen, was darauf hindeutet, dass die Malereien zu verschiedenen Zeiten und von verschiedenen Meistern ausgeführt worden sein können. Das am reichsten dekorierte Gewölbe befindet sich im ehemaligen Laienchor.
