
Das Nonnenkloster Askeby wird zum ersten Mal in den 60er Jahren des zwölften Jahrhunderts im Zusammenhang mit einer umfangreichen Donation von König Karl Sverkersson erwähnt. Es wird für ein Zisterzienserkloster gehalten, aber da der Papst erst 1212 Nonnenkloster in diesem Orden anerkannte, dürfte es bis zu dieser Zeit zu den Benediktinern gehört haben. Die Unterschiede waren allerdings nicht immer besonders groß, denn der Zisterzienserorden hatte gegen Ende der Tausenderjahre als Reformbewegung innerhalb der Benediktiner begonnen und befolgte ebenso wie diese die Klosterregel des Sankt Bernhard.
Im zwölften Jahrhundert wuchs die Klosterbewegung mit enormer Kraft. Mehrere Hundert Nonnenklöster wurden im Lauf der Zeit an den Zisterzienserorden angeschlossen. Die meisten davon waren dem Mutterkloster in Clairvaux in Ostfrankreich indirekt unterstellt, das von Abt Bernhard gegründet worden war, einer der dynamischsten, charismatischsten und einflussreichsten Persönlichkeiten des 12. Jahrhunderts. Er verstarb 1153.
Als Schlüsselbegriffe der Zisterzienser können Isolierung von der Umwelt, Einfachheit, zentralisierte Organisation, Einheitlichkeit des Baustils und der Liturgie angesehen werden. Kloster Askeby wurde im Anschluss an eine bereits existierende Kirche erbaut, die in den 30er bis 40er Jahren des 12. Jahrhunderts als Königskirche errichtet und wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts fertiggestellt worden war.

Das Kloster wurde 1377 von einem furchtbaren Brand betroffen, der in gewisser Weise einen Neustart bedeutete. Eine neue Klosterkirche wurde errichtet und das Kloster wurde nach den Bauidealen des 15. Jahrhunderts umgebaut. Die Zahl der Nonnen stieg von zwölf auf zwanzig. Das Kloster wurde 1529 endgültig stillgelegt.
In seinem Buch Askeby kloster – om klostertid och klosterliv schildert Kjell O. Lejon die Geschichte des Klosters aus religionshistorischer Perspektive.
